Arztpraxis Heise-Chang Aktuelles

Gesundheitsinfo

Dass Vitamin D als „Sonnenvitamin“ bei der Osteoporose-Behandlung eine wichtige Rolle spielt, ist längst bekannt. Heute möchte ich Ihnen viel mehr vermitteln, dass Vitamin D als Vorhormon für die Abwehrkräfte und den Hormonhaushalt in den letzten Jahren durch intensive Forschung enorm an Bedeutung gewann. Die meisten Patienten, die in meiner Praxis den Vitamin-D-Spiegel bestimmt haben, weisen auf einen schweren bis moderaten Mangel (8-15 ng/ml) hin. Sie gehörten zu den aktivbeweglichen Gruppen, die sich auch gelegentlich in sonnigen Ländern einen Urlaub gönnten. (Normal: 30-100 ng/ml, 25-OH-Vit.D3: Labor Schottdorf)

Nach 3-monatiger Substitution von Vitamin D 2000 I.E./Tag mit oder ohne Sommerurlaub in Südländer wurde der Blutspiegel von Vitamin D erneut bestimmt. Hierbei lagen die Werte im unteren Normbereich um 35 ng/ml.

Ein Vitamin-D3-Mangel ist hierzulande also weit verbreitet. Bei mehr als 90 Prozent der über 65-jährigen ist der Bedarf nicht abgedeckt. Insbesondere ältere, mobilitätseingeschränkte, chronisch kranke Menschen sind von einen Vitamin-D-Mangel betroffen. Die digitalisierte Welt verändert unseren Lebensstil. Man verbringt die alltägliche Freizeit überwiegend vor dem Bildschirm und bei künstlichem Licht.

Außerdem wird die Vitamin-D-Behandlung jedoch meist erst dann begonnen, wenn ein Patient an einer starken Osteoporose leidet oder aus diesem Grunde beispielsweise einen Knochenbruch erlitten hat. Also man verabreicht erst dann Vitamin D, wenn „das Kind längst in den Brunnen gefallen“ ist.

Wo kommt Vitamin D vor?

Vitamin D kommt nur in wenigen Nahrungsmitteln vor wie Milch, Eier, Butter, besonders in Leber (v.a. Fischleber und Fischlebertrane), allen Fischsorten (v.a. Hering, Lachs, Aal) und außerdem in Pilzen.

Wie ist die tägliche Bedarfsmenge an Vitamin D?

Die individuelle Dosierung ist abhängig von der körperlichen Aktivität und vom Berufsleben. Altenheimbewohner, bettlägerige Menschen sowie Büroarbeiter haben einen deutlich höheren Bedarf. Die therapeutische Zufuhr liegt zwischen 200 I.E. und 2000 I.E. 1 ug Vitamin-D-Menge entspricht 40 I.E. (internationale Einheit). Die tägliche Menge soll auch wegen der Kontraindikation unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels erfolgen.

Meine Empfehlungen über Vitamin D

  • Gehen Sie bei gutem und sonnigem Wetter nach draußen
  • Versorgen Sie Ihre Kinder für Knochenwachstum mit ausreichend Vitamin D (200-400 I.E.)
  • Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel vor der Behandlung bestimmen
  • Berücksichtigen Sie die schützende Wirkung von Vitamin D bei Brust- und Darmkrebs
  • Nutzen Sie den positiven Effekt bei Winterdepressionen, Schuppenflechte, chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit, Multiple Sklerose, Rheuma, Schmerzzuständen
  • Erhöhen Sie die Dosis bei Erkrankungen der Galle, der Bauchspeicheldrüse oder bei Fettstoffwechselstörungen
  • Nehmen Sie Vitamin-D-Präparate mit fettreicher Nahrung (z.B. Butterbrot) ein
  • Überprüfen Sie die optimale Dosierung bei einer Osteoporose
  • Beugen Sie mit Vitamin D einen Sturz ab dem 65. Lebensjahr vor
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren Vitamin-D-Haushalt, wenn Sie an Diabetes Mellitus oder Schilddrüsenstoffwechselstörung leiden
  • Lassen Sie die Vitamin-D-Dosis durch Ihren Arzt individuell anpassen

Unser Anspruch ist, Ihre Gesundheit zu erhalten!